Vor jedem Einsatz, egal ob Training oder Wettkampf, sind immer sämtliche Geräte auf Fehler zu überprüfen. Es dürfen keine Ecken oder vorstehende Kanten vorhanden sein, und die Kontaktzonengeräte sind zusätzlich auf ihre Stabilität zu prüfen.

Die Sprunghindernisse

Bei Sprunghindernissen gilt allgemein, dass der Hund weder unter der Stange noch zwischen zwei Stangen durchgehen darf, und natürlich sollte die Stange beim Überqueren liegen bleiben ;-)

 

Neela-Agi

Die Hürden

Man unterscheidet zwischen offenen Hürden und Hürden mit einer ausgefüllten Fläche, wie z.B. einer Vollflächenhürde oder der Besenhürde. Diese Vollflächenhürden schließen oben mit einer Abwurfstange ab. Je nach Arbeitsklasse des Hundes variieren die Höhen zwischen 25-35 cm (S, small), 35-45 cm (M, medium) und 55-65 cm (L, large). Die minimale Breite beträgt in allen Klassen 120 cm. Einzelstangenhürden sind die am häufigsten vorkommenden Hürden.

Hopp!

Der Weitsprung

Der Weitsprung wird aus 2-5 Elementen zusammengesetzt, die eine unterschiedliche Sprungtiefe ermöglichen. Kategorie S = 2 kleine Elemente und Sprungtiefe 40-50 cm; M = bis zu 4 Elemente von klein zu groß aufsteigend und einer Sprungtiefe von 70-90 cm; L = 4-5 Elemente und eine Sprungtiefe von 120-150 cm. Die Länge der Elemente ist mindestens 120 cm, die Höhe des höchsten Elementes beträgt 28 cm und die des niedrigsten Elementes 15 cm. An allen vier Ecken stehen Eckstangen, welche den Hund davon abhalten sollen, das Hindernis quer zu überspringen. DailyWeitsprung

Die Mauer und das Viadukt

Das Prinzip der Mauer ist ähnlich dem der Vollflächenhürde. Der Hund muß sozusagen blind springen, da er die andere Seite nicht einsehen kann. Dies erfordert viel Vertrauen zum Hundeführer.

 

Beim Viadukt sind in die Mauer bogenförmige Öffnungen eingelassen, welche zum Durchlaufen einladen. Auf dem oberen Teil der Mauer werden abnehmbare Elemente in Form eines Bogens gesetzt. Die Maximalbreite beträgt 120 cm, die Stärke der Mauer ca. 20 cm. Die Höhe entspricht dem der Klassen bei den Hürden.

Die Mauer

Der Reifen

Der Reifen vereint gleich mehrere Elemente des Agilitysportes in sich. Obwohl der Hund springt, muß er gleichzeitig den Reifen durchqueren. Wichtig: Aus Sicherheitsgründen muß der untere, innere Teil des Reifens verschlossen sein und die Befestigungselemente dürfen nicht starr sein. Der Öffnungsdurchmesser des Reifens muß mindestens 38 cm betragen und kann bis 60 cm gehen. Die Höhe (Entfernung vom Reifenmittelpunkt bis zum Boden) beträgt bei S und M 55 cm, bei L 80 cm. Jungspund Again beim üben des Reifens

Die Kontaktzonengeräte

Abgesehen vom dem Reifen und dem Slalom sind die Kontaktzonengeräte wohl die Hindernisse, welche die meisten Probleme im Training bereiten. Der Name rührt von der farblich variierenden Fläche am Beginn und Ende des Gerätes her, welches der Hund mit mindestens einer Pfote berühren muß. Eingeführt wurden die Kontaktzonen, um das Verletzungsrisiko der Hunde zu minimieren.

Der Laufsteg

Die Breite des Laufsteges muß 30 cm betragen. Die Länge der einzelnen Elemente variieren von 360 cm bis 420 cm. Auf den Rampen befinden sich abgerundete Leisten, um den Aufstieg zu erleichtern und ein Abrutschen zu verhindern. Die unteren Teile der Rampe sind auf einer Länge von 90 cm andersfarbig gestrichen (Kontaktzone). Die Höhe kann minimal 120 cm und maximal 135 cm betragen. Neben der Wippe ist dies das einzige Hindernis, welches nicht in der Höhe den verschiedenen Kategorien angepasst, sondern für alle gleich ist. Steg1

Die A-Wand oder Schrägwand

Der Name A-Wand kommt von den zwei Elementen, welche zusammengesetzt die Form eines A's bilden. Die Breite beträgt mindestens 90 cm und kann bei konischem Verlauf am Auf- bzw. Abgang eine Breite von 115 cm aufweisen. Die unteren Teile der Wand sind auf einer Länge von 106 cm andersfarbig gestrichen (Kontaktzone). Die Auf- bzw. Abgänge sind wie beim Laufsteg mit abgerundeten Leisten versehen. Die Höhe (höchster Punkt gemessen am Boden) beträgt in L 190 cm (bei einem Winkel von 90 Grad). Für M und S wird die Höhe auf 170 cm abgesenkt. Eva und Breaken, Kontrollierter Abgang

Die Wippe

Dieses Hindernis fordert den Hunden einiges ab. Es besteht aus einem mindestens 365 cm bis 425 cm langen und 30 cm breiten Steg, welcher beweglich auf einem Fuß befestigt ist. Zu Beginn und Ende sind jeweils 90 cm als Kontaktzone farblich kenntlich gemacht. Kletterleisten sind hier nicht erlaubt. Der Hund muss selbständig den Kipppunkt erarbeiten und darf das Gerät erst verlassen, wenn es den Boden berührt hat. ascowippe 

Die Tunnel

Diese Geräte zeigen wieder auf, welches Vertrauen der Hund zu seinem Hundeführer aufbaut. Er muss ins "dunkle" Ungewisse laufen und sich darauf verlassen, dass sein "Mensch" ihn sicher leitet.

Der feste Tunnel

Der innere Durchmesser des Tunnels beträgt 60 cm. Die Länge ist flexibel von 300 cm (kurzer Tunnel) bis 600 cm (langer Tunnel). Je nach Anforderung kann der Tunnel in einen oder auch mehrere Bögen gelegt werden. Agility1 

Der Sack-Stofftunnel

Nach einem festen Eingang (90 cm lang, 60 cm hoch, 60 cm breit) folgt ein 250-350 cm langer Stoffsack. Die Hunde müssen, ohne etwas zu sehen, mit ihrem Körper das Tuch auseinanderschieben um ins Freie zu gelangen.

Der Tisch

Ein Hindernis, welches man nur noch selten im Parcours stehen sieht. Trotzdem gehört es zu den offiziellen Geräten und birgt seine eigenen Schwierigkeiten in sich. Der Tisch hat eine Oberfläche von 90x90 cm bis 120x120 cm (mit rutschfestem Belag). Die Höhe variiert von 35 cm (S und M) bis zu 60 cm (L). Nach einem schnellen Lauf müssen die Hunde nun 5 Sekunden in einer Position still verharren. Volle Kontrolle seitens des Hundeführers ist hier gefragt. Der Tisch

Der Slalom

Der Slalom kann aus 8, 10 oder 12 100 bis 120 cm hohen Stangen bestehen, welche in einem Abstand von 60 cm zueinander stehen. Der Hund muss selbständig (erste Stange an der linken Schulter) einfädeln und darf keine Stange auslassen. Slalom2 

Der Parcours als Ganzes

Der Parcours setzt sich aus verschiedenen Hindernissen zusammen, die je nach Aufstellung dem Verlauf der Strecke eine Eigentümlichkeit geben, die dieselbe mehr oder weniger komplex und mehr oder weniger schnell macht.

 

WM1

Die Strecke muss durch den Hund in einer festgesetzten Basiszeit und in der vorgegebenen Reihenfolge der Hindernisse zurückgelegt werden. Dabei variiert die Parcourslänge von 100 bis 200 m und umfasst zwischen 12 und 20 Hindernisse.

Mareike und Ciaro beim Training
"Agility is fun"