Um am Agilitytraining teilnehmen zu können, sollte der Hund ein gewisses Maß an Grundgehorsam mitbringen, d.h. er sollte auf seinen Namen, Komm, Bleib, Sitz, Platz hören und idealerweise auch vorausgeschickt werden können.Carmen auf der Wippe

Beim Agility selber wird (fast) ausschließlich mit positiver Verstärkung gearbeitet. Dieses "fast" bezieht sich auf Frustrationen, die bei Hunden, welche am Agility Spaß haben (also "alle";-), eingesetzt werden können bzw. eingesetzt werden. Dazu später mehr.

Zur Ausrüstung gehören für den Menschen lockere Kleidung (in der er sich gut bewegen kann), stabile Schuhe (in denen er sicheren Halt hat) und jede Menge gute Laune. Der Hund braucht ein flaches Leder- oder Nylonhalsband ohne Zug, eine lange Leine (am besten ohne "Ringe" etc.), sein Lieblingsspielzeug und Leckerli. Diese sollten weich und so klein sein, das der Hund nicht kauen muß.

Zu Beginn werden alle Geräte mit Leine geübt. Dies gibt dem Hundeführer die Möglichkeit, Fehler des Hundes zu vermeiden und es ist immer besser Fehler zu vermeiden, als sie später zeitaufwendig ausbügeln zu müssen. Die Devise hierbei lautet: Die Leine so lange wie nötig benutzen und so schnell wie möglich ohne Leine arbeiten.

Es gibt verschiedene Methoden, dem Hund ein Hindernis beizubringen. Diese variieren von Hund zu Hund und von Hundeführer zu Hundeführer. Auf diese wird im Training individuell eingegangen.

Grundsätzlich gilt: Nach jeder erfolgreich gelösten Aufgabe folgen für den Hund (innerhalb von einer Sekunde) viel Lob und viel Spiel! Je nach Hund kann dies verbales Lob, das Leckerli, das Spielzeug oder auch streicheln sein. Bei Anfängern sollten möglichst mehrere Methoden gleichzeitig zum Einsatz kommen, welche später nach und nach abgebaut werden (positive Verstärkung).

Sollte ein Hindernis nicht korrekt gearbeitet worden sein, wird das Verhalten des Hundes ignoriert und man beginnt die Übung von vorne (Frustration). Keinesfalls darf der Hund, in welcher Form auch immer, bestraft werden!

 

In 99% der Fälle haben Fehler ihre Ursache beim Hundeführer und nicht beim Hund!