Obedience hat wie die meisten Hundesportarten seinen Ursprung in England. Wörtlich übersetzt bedeutet Obedience "Gehorsam". Dies darf aber nicht mit der auf vielen deutschen Hundeplätzen gezeigten "Unterordnung" verwechselt werden.

Ähnlich wie im Reitsport die Dressurprüfungen die Hohe Schule der Reitkunst darstellen ist dies auch beim Obedience der Fall. Obedience bedeutet die perfekte Ausübung der Aufgaben - von Mensch und Hund. Großen Wert wird dabei auf die freudige Mitarbeit des Hundes gelegt. Der Richter muss sehen, dass der Hund die ihm gestellte Aufgabe erfüllen will. Dies kann man nicht mit Druck etc. erreichen, sondern nur über die Arbeit ohne Zwang, durch positive Verstärkung.

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Die eigentlichen Übungen unterscheiden sich (bis auf wenige Ausnahmen) kaum von den bekannten "Unterordnungsübungen". Da wäre das "Bei-Fuß-gehen", mit und ohne Leine; das Absitzen (bzw. Liegen); Sitz; Platz und Steh aus der Bewegung heraus, das Vorausschicken; das Apportieren; die Distanzkontrolle, das Abrufen (aus Distanz) und die Geruchsunterscheidung. Allerdings gibt es beim Obedience, und das ist das schöne und abwechslungsreiche daran, kein vorgegebenes Schema. Der Richter entscheidet den Ablauf jedes Mal neu (z.B. jetzt langsam gehen, jetzt laufen, etc). Volle Konzentration von Hund und Hundeführer ist also angesagt ;-))